IG Regulatorik mit Schwerpunktthema CCUS

Updates zum Industriestrompreis, neue Standards für CCU und CCS sowie ein Impulsvortrag zur Kohlenstoffabscheidung- und speicherung in Kanada: Diese Themen standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Innovationsgruppe.

Workshopteilnehmerinnen im Sitzen
Arne Müller koordiniert die IG Regulatorik und berichtete von seiner Delegationsreise nach Kanada | Foto: CDI, Toni Kretschmer

Das digitale Treffen der Innovationsgruppe Regulatorik startete mit einem fachlichen Reisebericht: CDI Clustermanager Arne Müller schilderte seine Eindrücke von der Delegationsreise in die kanadische Provinz Alberta, die im Rahmen der deutsch-kanadischen Energiepartnerschaft stattfand. Mit Stationen beim Alberta Carbon Conversion Technology Center und der Newell County Field Research Station erhielt er Einblicke in führende CCUS-Projekte und Forschungseinrichtungen sowie in die vor Ort gültigen regulatorischen Rahmenbedingungen. In sechs Schritten stellte er den IG-Teilnehmer*innen den Genehmigungsprozess für potenzielle Speicherstandorte vor – von der geologischen Prüfung über Umwelt- Land- und Stakeholdermanagement bis hin zum Monitoringprozess für die Anlagen.

Normungsprozesse für CCU und CCS zur Erreichung der Klimaziele

In ihrem Vortrag hob Bianca Herrmann vom Umweltbundesamt hervor, dass CCU- und CCS-Technologien für Deutschland und die EU eine zentrale Rolle spielen, um die Klimaziele bis 2045 sowie die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens erreichen zu können. Damit diese Technologien breit eingesetzt werden können, arbeiten nationale und internationale Normungsgremien intensiv an einheitlichen Standards. Diese sollen technische Hürden senken und den grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtern. In einem Überblick informierte sie über laufende DIN-, CEN- und ISO-Verfahren zur Standardisierung von Carbon Capture and Utilization (CCU) sowie Carbon Capture and Storage (CCS).

Rechtliche Entwicklungen beim Industriestrompreis

Dr. Franziska Lietz aus dem IG Leitungsteam und Dominik Korte von RGC-Testat stellten aktuelle Entwicklungen rund um den geplanten Industriestrompreis vor. Dabei gingen sie insbesondere auf förderberechtigte Branchen ein. Sie betonten, dass noch Fragen in Bezug auf die Anrechenbarkeit von Investitionen in Projekte, die verpflichtend sind bei der Gewährung des Industriestrompreises, offen seien. Ferner ist die Gewährung von 50 Euro pro MWh nur auf 50 Prozent der Gesamtenergiemenge vorgesehen. Eine Berechnung für das Jahr 2026 wird erst im Jahr 2027 erfolgen, wenn die Börsenpreise vorliegen.

Die Sitzung verdeutlichte, dass ein kontinuierlicher Austausch zu regulatorischen Trends wichtig ist, um technologische Entwicklungen und Förderoptionen frühzeitig strategisch einordnen zu können.

 

Ansprechpartnerin

Madeleine Henning-Waniek
Öffentlichkeitsarbeit Madeleine.Henning-Waniek@cluster-dekarbonisierung.de +49 355 47889 134

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